Montag, 17. April 2017

[Rezension] Irvine Welsh - Porno

Autor: Irvine Welsh

Titel: Porno

Originaltitel: Porno

Verlag: Heyne Hardcore

Seiten: 576

Preis: 10,99 €

Verfilmt: ja

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Über das Buch:

Es gibt sie noch, die Jungs aus der Trainspotting-Crew! 


Zehn Jahre älter, aber kein bisschen weiser, haben sie nichts anderes im Kopf als die ultimative Abzocke, alte Rechnungen und den internationalen Durchbruch in der Portoindustrie. 

Eine außergewöhnliche Geschichte über Lebenspläne, Freundschaft und Geschäftemachen – witzig, charmant und voller Seitenhiebe auf Scheinheilige und moralische Saubermänner.


Meine Meinung:

Ein vollkommen verrücktes Buch!

Selten war ich glücklicher darüber, nur der Leser zu sein!

An keiner Stelle gibt Irvine Welsh mir das Gefühl, Teil einer Fiktion zu sein. Und noch mehr, ich bin froh, die beschriebenen Erfahrungen nicht gemacht zu haben.

Ein verrücktes und außergewöhnliches Buch, im wahrsten Sinne. Unglaublich schnell, tolle Charakterstudien, glaubhaft und emphatisch.
Jeder der Trainspotting gesehen hat und geliebt hat, der wird hiermit nicht enttäuscht.

Unbedingt lesen und nicht erschrecken lassen!


Meine Bewertung:

★ ★ ★ ★  || 5 / 5 Sterne

[Rezension] Marina Heib - Drei Meter unter Null

Autor: Marina Heib

Titel: Drei Meter unter Null

Originaltitel: Drei Meter unter Null

Verlag: Heyne Encore

Seiten: 256

Preis: 19,99 €

Verfilmt: nein

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Über das Buch:


Sie beobachtet ihre Opfer. Sie plant ihre Morde. Nichts will sie dem Zufall überlassen. 


Sie schlägt den Weg der Gewalt jedoch nicht ohne Grund ein. Ihr Leben lang bemühte sie sich um ein normales Leben. Doch die Hülle der Normalität umschloss eine tiefe Verzweiflung, die sie zu verbergen wusste. Bis zu einem nebligen Donnerstag im November. Dem Tag, an dem sie beschließt, eine Mörderin zu werden. 

Sie will die Dämonen vernichten. Sie will Rache. Sie empfindet kein Mitleid. Sie sollen leiden. Genau wie sie.


Meine Meinung:


Was für ein Buch!
Selten wurde mir besser vor Augen geführt, wie dünn die Haut von Moral und Zivilisation ist.
Ein sehr schlüssig erstellter Exkurs in Rache, Selbstjustiz, Gewalt und Mord.

Eine junge Frau erfährt, dass sie durch eine Vergewaltigung gezeugt wurde und ihre Mutter jahrelang missbraucht wurde. 
Dies und die langsame Aufklärung der Familienumstände, in denen sie aufwächst werden so exzellent miteinander verwoben, dass selbst mir als Leser die Logik des Tötens vollkommen klar ist.

Dabei entsteht jedoch kein Blutrausch, sondern ein klarer und ruhiger Fluss, welcher unglaublich mitreissend wird.

Spannend, erschreckend realistisch und mit brillantem Stil geschrieben.

Ich habe lange kein so gutes Buch gelesen und freue mich auf weitere Werke der Autorin!


Meine Bewertung:


★ ★ ★ ★ 
 || 5 / 5 Sterne

[Rezension] Jennifer L. Armentrout - Morgen lieb ich Dich für immer

Autor: Jennifer L. Armentrout

Titel: Morgen lieb ich Dich für immer

Originaltitel: The problem with forever

Verlag: cbt (Randomhouse)

Seiten: 352

Preis: 12,99 €

Verfilmt: nein

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Über das Buch:

Mallory und Rider kennen sich seit ihrer Kindheit. 

Vier Jahre haben sie sich nicht gesehen und Mallory glaubt, dass sie sich für immer verloren haben. 

Doch gleich am ersten Tag an der neuen Highschool kreuzt Rider ihren Weg – ein anderer Rider, mit Geheimnissen und einer Freundin. Das Band zwischen Rider und Mallory ist jedoch so stark wie zuvor. 

Als Riders Leben auf eine Katastrophe zusteuert, muss Mallory alles wagen, um ihre eigene Zukunft und die des Menschen zu retten, den sie am meisten liebt …


Meine Meinung:

Neben der Lux-Reihe war dies das erste 'andere' Buch der Autorin für mich.
Das Cover hat mir gleich sehr gut gefallen, einprägsam, frisch, bunt, ein wenig jugendlich und frühlingshaft. Auch der Titel klingt schön, wobei ich den englischen Titel 'The Problem With Forever' um einiges besser und passender finde.

Wie auch schon vorher, gefällt mir in diesem Buch der Schreibstil von Armentrout sehr gut. Sowohl den handelnden Personen, sowie den Nebencharakteren und den Schauplätzen wird mit sehr viel Liebe und Detailreichtum Leben eingehaucht. Besonders Mallory und Rider schließt man sehr schnell ins Herz und die Beziehung der beiden kann nur als ganz besonders bezeichnet werden.

Alles in allem ging mir die Handlung ein wenig zu schleppend voran. Es war nicht langatmig oder hat sich schlecht lesen lassen, es war mir einfach nur zu wenig Handlung auf den knapp 550 Seiten.

Trotzdem ein ganz tolles Buch, mit einer sehr besonderen Liebesgeschichte, die ich in dieser Art und Weise noch nie gelesen habe.


Meine Bewertung:

★ ★ ★ 
 ☆ || 4 / 5 Sterne

Freitag, 14. April 2017

[Rezension] Ernest Hemingway - Der alte Mann und das Meer

Autor: Ernest Hemingway

Titel: Der alte Mann und das Meer

Originaltitel: The old man and the sea

Verlag: Rowohlt

Seiten: 160

Preis: 19,95 €

Verfilmt: ja

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Über das Buch:

Vor der kubanischen Küste fährt der Fischer Santiago allein in einem kleinen Ruderboot aufs Meer hinaus. Vierundachtzig Tage hat er nichts gefangen. Der Junge, der ihm früher geholfen hat, ist längst von seinen Eltern auf ein anderes Boot beordert worden:
Der alte Mann, sagen sie, sei salao, vom Unglück verfolgt.


Doch nachdem Santiago wieder einen ganzen Tag lang umsonst gewartet hat, beißt ein sehr großer Fisch an und zieht ihn und das Boot hinaus aufs offene Meer. Es beginnt ein anhaltender, ungleicher Kampf ...


«Der alte Mann und das Meer» ist eine der berühmtesten Parabeln der modernen Literatur: Dafür wurde Hemingway 1953 der Pulitzer-Preis verliehen, auch die Jury des Nobelpreises 1954 nahm ausdrücklich Bezug auf «Der alte Mann und das Meer». 1958 wurde die Erzählung von John Sturges mit Spencer Tracy in der Hauptrolle verfilmt. 


Nun liegt sie in einer neuen, zeitgemäßen deutschen Übersetzung vor.


Meine Meinung:
Für mich ein absolutes Meisterwerk!

Ein Buch über das Leben, die Natur, das Meer. 
Das Buch lehrt über Gewinn, Verlust, Freundschaft, Liebe, gesellschaftliche Stellungen, Überleben, Empathie und besonders Einsamkeit.
Hemingway schreibt voller Metaphern und dennoch klar und verständlich.

Dieses Buch kann man schlecht beschreiben.

Meiner Meinung nach sollte es jeder gelesen haben.
Eine kurzweilige Lektüre, die in wenigen Stunden gelesen ist, aber des Leser dennoch stundenlang, oder gar Tage danach beschäftigen kann.

Eines meiner Lieblingsbücher, welches ich immer wieder gern zur Hand nehme.


Meine Bewertung:

★ ★ ★ 
 
 || 5 / 5 Sterne

[Rezension] Ernest Hemingway - Fiesta

Autor: Ernest Hemingway

Titel: Fiesta

Originaltitel: Fiesta

Verlag: Rowohlt

Seiten: 320

Preis: 19,95 €

Verfilmt: nein

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Über das Buch:

Hemingways frühester Roman aus dem Jahre 1926 liegt hier in neuer Übersetzung vor. 
Er ist der «Verlorenen Generation» des Ersten Weltkriegs gewidmet. Die Figuren leben, körperlich und seelisch gezeichnet, aber mit fatalistischer Sorglosigkeit als Außenseiter des bürgerlichen Lebens unter der heißen Sonne Frankreichs und Spaniens, zwischen Stierkampf und durchzechten Nächten.

Hemingway selbst beschrieb seinen Roman als «eine verdammt traurige Geschichte, in der aufgezeigt wird, wie Menschen zugrunde gehen». So etwa Lady Brett Ashley, die Männer in Serie unglücklich macht: ihren Vertrauten, den Ich-Erzähler Jack Barnes, einen typischen Hemingway-Helden, beherrscht und zurückhaltend; den aus einer wohlhabenden Familie stammenden Amateurboxer Robert Cohn, der, von Brett mal nah, mal fern gehalten, zwischen Unsicherheit und Aggression schwankt; und schließlich Pedro Romero, den Stierkämpfer, stolz, ausdauernd, mutig und voller Würde, aber Lady Ashley gegenüber machtlos.


«Fiesta» ist ein großes Epochenporträt, ein Generationenroman mit kraftvollen Zeichnungen von Menschen, Land und Leuten. Das Buch begründete Hemingways Weltruhm.



Meine Meinung:

Das Buch von Hemingway zählt zum Kanon der Weltliteratur und beschreibt die Freizeitgestaltung der orientierungslosen Bohème nach dem Ende des ersten Weltkrieges.

Erschreckend, wie teilnahmslos und unpolitisch die Protagonisten versuchen Abstand zu ihren grauenvollen Erfahrungen zu bekommen. Die Parallelen zur heutigen Zeit müssen gar nicht erst konstruiert werden, sie sind sichtbar!

Ablenkung und Alkohol, Partys und Exzesse, Bindungsunfähigkeit und Perspektivlosigkeit der Zeit werden fast nebensächlich beschrieben und die Depression und Hoffnungslosigkeit scheint sich bereits abzuzeichnen.

Der spürbare Abstand heute und die bestehende Sattheit lassen nach der Lektüre ein unangenehmes Gefühl zurück, rüttelt an den Grundfesten und fordert zu einer aktiven Teilnahme an aktuellen politischen Prozessen auf!

Empfehlung von mir!


Meine Bewertung:

★ ★ ★ 
 ☆ || 4 / 5 Sterne

Dienstag, 11. April 2017

[Rezension] Geneva Lee - Secret Sins: Stärker als das Schicksal

Autor: Geneva Lee

Titel: Secret Sins: Stärker als das Schicksal

Originaltitel: The sins that bind us

Verlag: blanvalet

Seiten: 352

Preis: 12,99 €

Verfilmt: nein

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Über das Buch:

Faith Kane hält sich und ihren kleinen Sohn Max mit einem Job als Kellnerin mühsam über Wasser. 


Männern hat sie seit Jahren abgeschworen – bis sie Jude Mercer begegnet, ausgerechnet bei einem Treffen für Suchtkranke. Faith ist klar: Ein Mann, den man an einem solchen Ort kennenlernt – selbst wenn er so attraktiv ist wie Jude –, bedeutet nichts als Ärger. 

Doch schnell muss sie erkennen, dass bei Jude nichts ist, wie es scheint. Auch er hütet Geheimnisse, ebenso wie sie selbst, und er weiß mehr über Faith, als sie ahnt …


Meine Meinung:

Mein erstes Buch von Geneva Lee.
Da viele von der Royals-Reihe geschwärmt und gesprochen haben, ich jedoch keine neue Reihe beginnen wollte, bin ich auf dieses Buch von der Autorin aufmerksam geworden.

Titelbild, Klappentext und Titel klangen spannend und eingängig und schon ging es los mit dem Buch.

Die Schreibweise von Lee ist sehr angenehm. Einfach, aber dennoch facettenreich und mit einem sehr schönen Detailreichtum ausgestattet. Die Orte und Personen konnte ich mir sehr gut vorstellen und sie sind beim Lesen Stück für Stück lebendiger geworden.
Auch dass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen habe spricht dafür, dass es sich wirklich schnell und flüssig lesen lässt.

Die Geschichte selbst war mal etwas neues. Auch wenn das Cover einen 08/15 Erotik/Liebesroman/Frauenroman erwarten lässt, bekommt man etwas ganz anderes. Das Buch hat sehr viel Tiefe und spricht ein Thema an, dass eigentlich viel zu oft verschwiegen wird: die Sucht der Menschen und der Umgang damit.

Ein tolles Buch!


Meine Bewertung:

★ ★ ★ 
 ☆ || 4 / 5 Sterne

Sonntag, 9. April 2017

[Rezension] Pierce Brown - Red Rising: Tag der Entscheidung

Autor: Pierce Brown

Titel: Red Rising: Tag der Entscheidung

Originaltitel: Morning Star

Verlag: Heyne

Seiten: 656

Preis: 12,99 €

Verfilmt: nein

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Über das Buch:

Um eine unmenschliche und grausame Gesellschaft zu stürzen, ist der Minenarbeiter Darrow selbst zum Goldenen, zum Mitglied der verhassten Oberschicht, geworden. 


Doch jetzt wurde sein Geheimnis entdeckt und er schwebt in tödlicher Gefahr. Wenn er sein Ziel erreichen will, muss er alles riskieren.


Meine Meinung:

Es war mir eine Qual.

Ich kann, möchte und sollte zu dem dritten und letzten Band der Trilogie gar nicht zu viel schreiben. Schon allein, weil ich niemanden Spoilern möchte.

Nur so viel: Mir hat die gesamte Reihe leider so gar nicht richtig zugesagt.
Mir hat weder der Schreibstil des Autors gefallen, noch haben mich die Charaktere sonderlich überzeugt. Ich habe ständig den roten Faden innerhalb der kompletten Geschichte verloren. Die Namen waren für machunglaublich verwirrend, daher habe ich auch des Öfteren mal die Personen verwechselt.

Zwar war der Grundgedanke und die Idee dahinter sicherlich toll und etwas ganz neues, für mich jedoch einfach nicht das richtige Buch.


Meine Bewertung:

★ ★ ★ ☆ ☆ || 3 / 5 Sterne