Sonntag, 10. Juli 2016

[Rezension] Victoria Aveyard - Die Farben des Blutes: Gläsernes Schwert





Autor: Victoria Aveyard

Titel: Gläsernes Schwert

Originaltitel: Glass Sword

Verlag: Carlsen

Seiten: 576

Preis: 21,99 €

Verfilmt: nein








Über das Buch:


In letzter Sekunde wurden Mare und Prinz Cal von der Scharlachroten Garde aus der Todesarena gerettet. Die Rebellen hoffen, mit Hilfe der beiden den Kampf gegen die Silber-Herrschaft zu gewinnen. Doch Mare hat eigene Pläne. Gemeinsam mit Cal will sie diejenigen aufspüren, die sind wie sie: Rote mit besonderen Silber-Fähigkeiten. Denn auch der neue König der Silbernen, ihr einstiger Verlobter, hat es auf diese Menschen abgesehen. Aber schnell wird klar, dass er eigentlich nur eins will – und zwar um jeden Preis: Mare.



Meine (spoilerfreie) Meinung:


Das Buch 'Gläsernes Schwert' stand dieses Jahr ganz groß auf meiner Liste, der Erscheinungstermin war sogar im Kalender markiert.

Ich war zwar vom ersten Band 'Die rote Königin', der Reihe 'Die Farben des Blutes' nicht vollkommen begeistert, jedoch wollte ich nach dem Ende am liebsten unbedingt und sofort wissen wie es weiter geht.

Wie auch der erste Band konnte mich 'Gläsernes Schwert' nicht vollkommen überzeugen, im Gegenteil, er war meiner Meinung nach um einiges schwächer als 'Die rote Königin'. Wie schon im ersten Band fand ich Mare wieder vollkommen übertrieben dargestellt. Sie ist für mich der Inbegriff einer unsympathischen und unpersönlichen Protagonistin. Ihr Gemüt wechselte ständig zwischen narzisstisch und egoistisch. Weiterhin konnte ich ihre Gedankengänge teilweise überhaupt nicht nachvollziehen.

Im Gegensatz zu Mare, waren mir jedoch einige andere Charaktere sympathisch und ich fand ihre Entwicklung innerhalb des Buches gut erkennbar: Shade, Farley und einige andere der Scharlachroten Garde.

Der Spannungsbogen im Buch begann im ersten Drittel, mit den Erwartungen bei 100, sank dann aber leider schnell ganz nach unten ab. Ich hatte das Gefühl, dass man sich das erste Drittel des Buches hätte sparen können und man wäre prima mit einem späteren Einstieg klargekommen.

Ich muss es leider sehr direkt sagen, bis gegen Seite 300 fand ich das Buch ziemlich langweilig, bis Seite 500 ganz gut und es wurde tatsächlich erst auf den letzten 70-80 Seiten richtig spannend.

Die ganze Geschichte hat sich quasi zu dem großen Abschluss am Ende bewegt. Und die letzten Seiten waren wirklich gut, keine Frage. Nur leider hatte ich am Anfang ständig das Bedürfnis das Buch zur Seite zu legen. Was aber auch an dem Schreibstil lag. Die Gedankengänge von Mare waren manchmal etwas zu konfus beschrieben: Warum denkt sie über Killern als '..der Fischerjunge...' und über Cal als '...der Prinz...'. Falls Aveyard dadurch schon am Anfang Mares labile Psyche beschreiben wollte, kam es leider unzulänglich rüber. Auch die ständigen Wiederholungen von 'jeder kann jeden verraten' wurden auf Dauer etwas zu viel. Auch waren mir die Ortswechsel an einigen Stellen zu ungenau beschrieben.

Schade! Ich habe in diesem Buch mehr Potential gesehen und auf mehr gehofft. Vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach zu groß. Zwar ist meine Einstellung zu Mare subjektiv, jedoch stört sie mich sehr. Ein großes Plus waren für mich die 'Nebenrollen', denn diese fand ich wie auch im ersten Teil sehr viel spannender und interessanter als Mare. Ich werde die Reihe weiterverfolgen, jedoch hoffe ich im nächsten Teil auf ein bisschen mehr Handlung.


Meine Bewertung:

★ ★ ★ ☆ ☆ || 3 / 5 Sterne

Kommentare:

  1. Hallo Marie! :)

    Ich kann dir in dem Punkt echt zustimmen, dass der 2 Band schwächer ist als der 1 und in dem, das Mare komisch ist. Ebenfalls waren die ersten 100 Seiten echt nicht so super spannend und ich bin auch eher schwerer in die Geschichte gekommen.
    Dennoch bin ich sehr begeistert von dem Buch & war ab Seite 150 gefesselt! Aber interessant, deine Meinung dazu zu hören!

    Liebe Grüße,
    Marius von booknator

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    1. Hallo Marius,
      ich habe jetzt auch schon einige Rezis gelesen, von sehr gut bis hin zu sehr schlecht. Verrückt aber auch interessant, wie sehr dieses Buch die Meinungen spaltet.
      Liebe Grüße,
      Marie

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