Sonntag, 16. Oktober 2016

[Rezension] Simon Beckett - Totenfang

Autor: Simon Beckett

Titel: Totenfang

Originaltitel: The Testless Dead


Verlag: Wunderlich (Rowohlt)


Seiten: 5
60

Preis: 22,95 €


Verfilmt: nein


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Über das Buch:



Hunter is back!

Sein fünfter Fall führt Dr. David Hunter in die Backwaters, ein unwirtliches Mündungsgebiet in Essex, wo die Grenzen zwischen Land und Wasser verschwimmen. Aber die wahren Gefahren lauern nicht in der Tiefe, sondern dort, wo er sie am wenigsten erwartet.


Seit über einem Monat ist der 31-jährige Leo Villiers spurlos verschwunden. Als an einer Flussmündung zwischen Seetang und Schlamm eine stark verweste Männerleiche gefunden wird, geht die Polizei davon aus, Leo gefunden zu haben. Der Spross der einflussreichsten Familie der Gegend soll eine Affäre mit einer verheirateten Frau gehabt haben, die ebenfalls als vermisst gilt: Leo steht im Verdacht, Emma Darby und schließlich sich selbst umgebracht zu haben. Doch David Hunter kommen Zweifel an der Identität des Toten. Denn tags darauf treibt ein einzelner Fuß im Wasser, und der gehört definitiv zu einer anderen Leiche. 


Für die Zeit seines Aufenthalts kommt David Hunter in einem abgeschiedenen Bootshaus unter. Es gehört Andrew Trask, dessen Familie ihm mit unverholener Feindseligkeit begegnet. Aber sie scheinen nicht die einzigen im Ort zu sein, die etwas zu verbergen haben. Und noch ehe der forensische Anthropologe das Rätsel um den unbekannten Toten lösen kann, fordert die erbarmungslose Wasserlandschaft erneut ihren Tribut…




Buchtrailer:





Meine Meinung:

Endlich!
Das ist das erste was mir eingefallen ist, als ich die Pressemeldung von dem neuen Roman gelesen habe.

Von den 'David-Hunter-Romanen', über 'Der Hof', den verschiedenen anderen Einzelbänden bis zu den Kurzgeschichten. Ich kann mich als ein sehr großer Fan der Werke von Simon Beckett outen.

Das Cover von Totenfang ist, wie bei den bisherigen Bänden auch, sehr dezent in schwarz und weiß gehalten. Das lässt da Buch zwar sehr zurückhaltend, aber dennoch ansprechend wirken.

Der Einstieg in das Buch war sehr einfach, trotz der Zeit, die seit Band 4, Verwesung, vergangen war. Man hatte sofort das Gefühl, dass man wieder in das Leben von David Hunter involviert war. Die Geschichte nimmt ihren Faden, erklärend mit den Ereignissen des letzten Buches, wieder auf.

Nach längerer Zeit hat David Hunter, durch den Wirbel und die Probleme die er während seiner letzten Ermittlung verursacht hat, keine Aufträge mehr erhalten und ist ziemlich unzufrieden mit seinem Job. 

Die Spannungskurve in dem Buch stieg stetig an, daher hatte ich an keiner Stelle in dem Buch das Gefühl, dass sich etwas zu sehr in die Länge zog oder langeilig wurde. Genau genommen wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Wie gewohnt bleibt es bis ganz zum Schluss spannend. Der Leser wird gedanklich ein paar mal in die falsche Richtung gelotst. Täter, Leichen, Verdächtige, Freunde,...wer spielt ein falsches Spiel? Bis am Ende (fast) alles aufgeklärt wird und der Aha-Effekt einsetzt. Der Handlungsaufbau war einfach unglaublich klug aufgebaut.

Die Schreibweise von Simon Beckett war wie gewohnt detailliert und ausdrucksstark. 
Nicht nur die detailreichen Schilderungen der Opfer bzw.Leichenwaren gewohnt gut: ich konnte die Backwaters, den Schauplatz des Buches, wirklich während der ganzen Lesezeit bildlich vor mir sehen. Auch das Verhalten der Personen, sei es Hunter selbst, oder andere handelnde Hauptpersonen, wie die Schwester des Opfers, der Mann des Opfers oder auch der Hauptverdächtige, werden sehr überzeugend dargestellt.

Ich habe das Buch innerhalb von kürzester Zeit ausgelesen und hoffe sehr, dass uns Beckett mit dem 6. Fall von David Hunter nicht ganz so lange warten lässt.




Meine Bewertung:

★ ★ ★ 
★ ★ || 5 / 5 Sterne

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