Samstag, 5. November 2016

[Rezension] Philip Kerr - Winterpferde

Autor: Philip Kerr

Titel: Winterpferde


Originaltitel: The Winter Horses


Verlag: Rowohlt

Seiten: 288


Preis: 16,99 €


Verfilmt: nein


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Über das Buch:

Es ist ein eisiger Winter 1941 auf Askania-Nowa, wo sich das jüdische Mädchen Kalinka versteckt hält. 


Hier in dem alten Naturreservat leben auch die seltenen Przewalski-Pferde. Sie scheinen zu spüren, dass Kalinka eine von ihnen ist – denn wie Kalinka sind sie in großer Gefahr vor den Nazis, die Askania-Nowa besetzen.

Mit Hilfe des treuen Tierwärters Max flieht Kalinka mit zwei Pferden und einem Wolfshund Hunderte von Kilometern über die weiße Steppe der Ukraine. Doch können ein Mädchen und drei Tiere der Übermacht der Deutschen entkommen?

Spannend und stimmungsvoll erzählt Philip Kerr von der Flucht im ukrainischen Winter – aber auch davon, wie die Liebe zu den Pferden das erstarrte Herz eines einsamen Mädchens mitten im Krieg zu erwärmen vermag.



Meine Meinung:



Was würdest Du tun um das zu retten was Dir am Herzen liegt?
Eine Frage die wir uns sicher alle mal stellen sollten.
Und eine Frage die in diesem Buch von starken Protagonisten beantwortet wird,

Das Cover des Buches ist sehr eindrucksvoll gestaltet und man bekommt einen ersten Eindruck von der Stimmung in dem Buch. Es herrscht Winter. Ein kalter harter Winter. Auf dem Cover sind außerdem 4 der 5 menschlichen und tierischen Protagonisten des Buches zu sehen: Das jüdische Mädchen Kalinka, der Wolfshund Laras und die beiden Przewalski-Pferde Börte und Temüdschin.
Ein weiterer Protagonist ist Max, er ist der Tierwärter des Naturreservates Askania-Nowa.

Die Schreibweise des Autors ist sehr einfach gehalten. Dennoch bekommt er durch die Einfachheit seiner Sprache eine unglaublich reelle und tiergehende Spannung und Atmosphäre in das Buch.

Mich als Pferdeliebhaberin und Reiterin mit eigenem 'Winterpferd' hat natürlich allein schon der Titel sehr angesprochen - jedoch darf man sich nicht täuschen lassen. Es geht um so viel mehr als nur um Pferde: tiefreichende Freundschaft, eisernen Willen, unbändigen Mut und den Glauben an sich Selbst.

Dabei rückt die Düsternis des Krieges jedoch nie in den Hintergrund. Die Gefahr für Katinka, Max und ihre tierischen Freunde ist allgegenwärtig und ihr ständiger Begleiter auf ihrer langen Flucht durch die Ukraine.

Ich möchte dieses Buch wirklich jedem ans Herz legen, jedoch immer mit dem Gedanken im Kopf, dass es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt.

Manchmal kann man wohl über die außerordentliche Intelligenz der Pferde schmunzeln, jedoch ist es erweisen, dass diese Pferde über eine überdurchschnittliche Intelligenz verfügen!


Meine Bewertung:

★ ★ ★ 
★ ★ || 5 / 5 Sterne

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