Sonntag, 1. Januar 2017

[Rezension] Philip Pullman - Der goldene Kompass

Autor: Philip Pullman

Titel: Der goldene Kompass


Originaltitel: Northern Lights


Verlag: Carlsen


Seiten: 464


Preis: 19,99 €


Verfilmt: ja


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Über das Buch:

Lyra lebt in einem College in Oxford und bekommt eines Tages Besuch von ihrem Onkel Asriel, der dort für eine Expedition in den hohen Norden werben will. 

Er zeigt den Wissenschaftlern unglaubliche Bilder von dem, was er dort zu finden glaubt: eine ganz andere, fantastische Welt! 

Kurz nach seiner Abreise geschehen merkwürdige Dinge: Ein Kind nach dem anderen verschwindet. Ob das etwas mit der Expedition zu tun hat? Als es auch Lyras besten Freund betrifft, macht sie sich selbst auf in den Norden und findet tatsächlich die Brücke zwischen den Welten. 

Mutig wagt sie den ersten Schritt …



Meine Meinung:

Beim zweiten Versuch klappt's besser...

Schon vor gut 10-12 Jahren hatte ich das Buch das erste Mal in den Händen. Damals bin ich nicht wirklich warm geworden mit dem Buch. Damals.
Ich bin sooo sooo glücklich, dass ich dem Buch nach so vielen Jahren eine zweite Chance gegeben habe!

In den Buch geht es um die junge Lyra und ihren 'Dæmon' Pantalaimon. Pan ist die Manifestation von Lyras Seele in Tiergestalt, wie es bei den Menschen in dem Buch üblich ist.
Nach verschiedenen aufwühlenden Ereignissen in ihrer Heimat macht sich Lyra mit einem geschenkten Alethiometer, einer Art Kompass, der immer die Wahrheit sagt, in Richtung Norden.
Gleich zu Beginn ihrer Reise müssen Lyra und Pan vielen Gefahren trotzen und ein Abenteuer nach dem anderen bestehen.

Schon allein das neue Cover vom Carlsen-Verlag ist einfach nur ein Traum. Nur dadurch ist bei mir die Leselust enorm aufgeflammt. Allein das Alethiometer ist so gut in Szene gesetzt, dass das Buch einfach Lust auf den Inhalt macht. Und er hat es in sich.

Philip Pullman scheibt einfach toll. Die Idee mit den 'Dæmonen' ist so schön und gibt dem Buch sehr viel Tiefe, da die Gefühle bei Mensch und seinem 'Dæmon' immer gleich sind und auf gleiche Weise zum Ausdruck gebracht werden. Hat einer Schmerzen, ist verwirrt oder traurig, fühlt der andere genau das Gleiche.
Auch die Parallelwelt, die unserer Welt sehr ähnlich ist, ist märchenhaft ausgestaltet. Gerade diese 'halb-fiktive' Welt macht das Buch zu einem sehr besonderem Erlebnis.
Nicht selten erwischt man sich dabei, selbst einen 'Dæmonen' an seiner Seite haben zu wollen.

Die Menschen, Tiere und Figuren konnte ich mir während des Lesens sehr gut vorstellen. Besonders bei den 'Panserbjørnen', einer bewaffneten Eisbären-Armee, hatte ich Bär mit Rüstung sehr lebhaft im Kopf.
Aber auch die Umgebung, das endlose Eis, die Festungen und die Aurora, haben dazu beigetragen, dass das Buch ein absoluter Genuss war.

Ich freue mich schon sehr auf 'Das magische Messer' und 'Das Bernstein-Teleskop'.


Meine Bewertung:

★ ★ ★ 
★ ★ || 5 / 5 Sterne

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