Freitag, 6. Oktober 2017

[Rezension] J. R. R. Tolkien - Beren und Lúthien

Autor: J. R. R. Tolkien

Titel: Beren und Lúthien

Originaltitel: Beren and Lúthien

Verlag: Hobbit-Presse (Klett Cotta)

Seiten: 304

Preis: 22,00 €

Verfilmt: nein

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Über das Buch:

Ein dramatisches Schicksal überschattet die Liebe von Beren und Lúthien. Sie gehört den unsterblichen Elben an, während er ein Sterblicher ist. In seiner tiefen Abneigung gegen alle Menschen zwingt ihr Vater, ein großer Elbenfürst, Beren eine unlösbare Aufgabe auf: Bevor dieser Lúthien heiraten darf, muss er von Melkors Krone einen Silmaril rauben. Den Leser erwartet die schönste Geschichte Tolkiens.
Speziell für diese Ausgabe hat der bekannte Tolkien-Künstler Alan Lee zahlreiche Farbgemälde und Zeichnungen geschaffen.

Unerschrocken macht sich Beren auf den Weg, den Silmaril für seine Liebe zu gewinnen. Da setzt Melkor, auch Morgoth der Schwarze Feind genannt, die fürchterlichsten Kreaturen – skrupellose Orks und schlaue Wölfe – gegen Beren ein. Aber die Liebe zwischen Lúthien und Beren reicht buchstäblich über den Tod hinaus. 
 
Diese ohne Übertreibung schönste Geschichte Tolkiens ist in nicht endgültiger Form Bestandteil des »Silmarillion«, des »Buchs der Verschollenen Geschichten« und des »Leithian Liedes«. Christopher Tolkien hat versucht, die Erzählung von Beren und Lúthien aus dem umfangreichen Werk, in das sie eingebettet ist, herauszulösen. Er erzählt sie mit den Worten seines Vaters: zunächst in ihrer ursprünglichen Form, dann gemäß späteren Texten. 


So wird sie in ihrem Wandel dargestellt. Die hier erstmals zusammen präsentierten Texte enthüllen Aspekte, die sowohl was die Handlung, als auch was die erzählerische Unmittelbarkeit anbelangt, später verlorengegangen sind.



Meine Meinung:

Ein Werk von Tolkien, überarbeitet und kommentiert von seinem Sohn. Wunderschön aufgemacht von der Hobbit-Presse.


Auf dieses Buch muss und sollte man sich einlassen können. 
Sich Zeit nehmen. Viel Zeit. Es verstehen wollen!

Man merkt schnell, dass es ein sehr persönliches Werk von Tolkien ist. 
Sensible, romantische Texte. Er widmete es seiner Frau Edith.

DAs Buch gliedert sich in ein Vorwort, verschiedene Anmerkungen und beginnt dann mit der Geschichte von 'Beren und Luthien'. Es werden mehrere Varianten der Geschichte vorgestellt, unter anderen auch in Versform. Diese Erzählweise hat mir zwischendurch tatsächlich etwas Schwierigkeiten bereitet. Wenn man sich jedoch stark konzentriert und daran gewöhnt hat, fällt es doch etwas leichter. 

Geschmückt wird das Buch neben schwarz-weißen Illustrationen auch mit bunten Farbtafeln zu bestimmten Szenen.

Gegen Ende, im Anhang werden die überarbeiteten Stellen des Leithian Liedes aufgezeigt und man findet ein Verzeichnis aller Namen, was wirklich sehr hilfreich ist.

Dieses relativ dünne Buch ist alles andere als kurzweilig. Man lernt, gefühlt, eine andere Seite an Tolkien kennen. Sein Sohn versteht es dabei sehr gut, den Leser durch ein, manchmal sehr großes, Gewirr an Texten und Informationen zu führen.

Man sollte nicht enttäuscht sein, wenn man eine zusammenhangsvolle Geschichte wie 'Der kleine Hobbit' oder 'Der Herr der Ringe' erwartet.

'Beren und Luthien' ist ein Zusammentragen von Texten, Ideen, Veränderungen,....

Ein Lesevergnügen für alle Tolkien- und Mittelerde-Fans!


Meine Bewertung:

★ ★ ★ ★ 
 || 5 / 5 Sterne

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