Dienstag, 12. Juni 2018

[Rezension] Thomas Rydahl - Der Einsiedler

Autor: Thomas Rydahl

Titel: Der Einsiedler

Originaltitel: Eremitten

Verlag: Heyne Encore

Seiten: 608

Preis: 23,00 €

Verfilmt: nein

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Über das Buch:

Am Strand von Fuerteventura wird die Leiche eines kleinen Jungen gefunden. 
Niemand scheint das Kind zu vermissen, und so versucht die Polizei, den Fall unter den Teppich zu kehren, um die anstehende Feriensaison nicht zu gefährden. 

Als der Taxifahrer Erhard Jorgenson, knapp 70 Jahre alt und ein Einzelgänger par excellence, davon Wind bekommt, macht er sich mit unerschütterlicher Hartnäckigkeit auf die Suche nach der Wahrheit. 

Aber kann ein alter Mann, der aus der Zeit gefallen scheint, ein Mordkomplott aufklären, das weit über die Küste Fuerteventuras hinausreicht? 


Meine Meinung:

Thomas Rydahl beschreibt einen missmutigen, dänischen Taxifahrer als Flüchtling seiner Dämonen am Rande der Gesellschaft auf Fuerteventura.


Die wenigen freundschaftlichen Kontakte die er pflegt, lassen ihn Zeuge eines verstörenden Auffindens eines PKW am Strand mit einer Kindsleiche werden.

Die örtliche Polizei schließt den Fall schnell und unaufgeklärt, was den Taxifahrer nach dem gewaltsamen Überfall auf einen Bekannten zum Anlass nimmt, eigene Nachforschungen zu unternehmen. Er stümpert sich 300 Seiten über die Insel, bekommt Kontakt zu Halbwelt und weiteren verkrachten Existenzen, welche im Urlaubsparadies ums Überleben kämpfen, findet aber bis zuletzt keinen roten Faden, sondern nur viele Teile eines Puzzles.

Zum Ende gewinnt das Buch dann etwas Fahrt und Spannung, um in einem vollkommen schrägen Finale beendet zu werden.

Eine entspannte Lektüre, welche sich sehr langsam entwickelt, mich aber nicht richtig fesseln konnte, um am Ende festzustellen, dass es sich nicht wirklich gelohnt hat.

Durchwachsen, etwas mehr Logik und Glaubwürdigkeit hätten der Story durchaus gutgetan.


Meine Bewertung:

★ ★ ★   || 3 / 5 Sterne

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